marco

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Diese Seite wurde von Marco geschrieben und von mir NICHT verändert! (hier habe ich nur die Musik eingefügt)


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Mein "Leben" begann an einem scheissekalten Tag im Dezember. Eine Frau bringt irgendwo ein Kind zur Welt und legt es nackt, mit laienhaft abgetrennter Nabelschnur und nur in eine Plastiktüte gehüllt (nur der Kopf schaute raus) auf eine Treppe und verschwindet auf nimmerwiedersehen. Eine Putzfrau findet das Bündel und bringt es ins KH. DIe Ärzte sagen, das es knapp war und das das Baby erforen wäre, hätte es nur noch eine halbe Stunde länger in der Kälte gelegen. Es kommt auf die Intensivstation, die großen Fußzehen sin nicht mehr zu retten...erforen. Die Seele des Babys ist in diesen Stunden ebenfalls erfroren, aber das wissen die Ärzte und Krankenschwestern nicht. Das einzige was sie wissen, das Baby hat überlebt. Sie geben ihm den Namen Marco. Als Marco mit ca. 8 Wochen endlich alleine atmen kann und nicht mehr ständige Atemstillstände hat, kommt er in ein Heim. Das Heim wird von Nonnen geleitet. Die Nonnen sind streng, schlagen auch mal zu, aber es gibt ein warmes Bett, Essen und ein paar Spielsachen. Der Zwerg hatsich inzwischen zu einem gesunden, frechen Bengel entwickelt. 5 mal kommt er in eine Familie die ihn adoptieren will. Das erste mal ist er 3. Er wird schon nach wenigen Wochen zurück ins Heim geschickt, weil er immernoch ins Bett macht und seine Adoptivschwester mit Absicht von dem hohen Klettergerüst im Garten geschubst hat. Das zweite Mal kommt er in eine Familie als er 5 ist. Nachdem er 3 mal in der Nacht weggelaufen ist und die Fische von seinem Adoptivvater aus dem Aquarium geangelt und der Adoptivmutter in sämtliche Jacken .- und Hosentaschen gesteckt hat, ist er wieder zurück im Heim. Diesmal dauert es nur ein paar Wochen und er kommt in eine neue Familie. Dort gefällt es dem Zwerg und er würde gern bleiben. Doch schon nach wenigen Wochen stirbt der Adoptivvater bei einem Autounfall und wieder muß Marco ins Heim. 1 Jahr später, kurz vor seinem 8. Geburtstag kommt er in die Familie des evangelischen Pfarrers. Dort wird er nur "das schwarze Schaf" genannt, muß alleine in der Küche sitzen, darf nicht mit den anderen am Tisch sitzen und wird nur beschimpft. Als er den Hund des Pfarrers mit Steinen bewirft um Aufmerksamkeit zu bekommen, heißt es, er sei der Teufel und wieder kommt er zurück ins Heim. Inzwischen sind alle Nonnen weg und "normale" Männer und Frauen arbeiten da. Gleich in der 1. Nacht kommt Hermann zu Marco ans Bett. Er sagt, ihm wäre so kalt und ob er sich nicht zu Marco unter die Decke kuschlen darf. Marco erlaubt es Hermann, weil Marco weiß wie schlimm es ist, wenn man friert. Als Marco am nächsten Morgen aufwacht ist Hermann weg. Marco bemerkt, das seine Schlafhose runtergezogen und ein nasser Fleck auf seiner Matratze ist. Er schämt sich, weil de denkt, er hätte wieder Pipi ins Bett gemacht und schweigt. Hermann kommt jetzt jeden Abend wenn er Spätdienst hat, zu Marco ins Bett. Bald fängt er an Marco anzufassen. Dann verlangt er von Marco, das er ihn auch anfasst. Weil Hermann der einzige Mensch ist, der "lieb" zu Marco ist, macht er mit. Er will Hermann ja nicht enttäuschen. Als Hermann dann etwas tut, was Marco sehr weh tut und er änfängt zu weinen, schlägt Hermann ihm die Faust in den Bauch. Seitdem läßt Marco es geschehen ohne sich zu wehren, auch wenn er inzwischen weiß, das Hermann nicht wirklich lieb ist...

Inzwischen ist Marco 13 und Hermann kommt immer noch fast jede Nacht zu ihm ins Bett. Marco kriegt eine letzte Chance auf eine "richtige Familie". Die Leute sind nett, Marco bekommt ein eigenes Zimmer, mit Stereoanlage und Fenseher. Er hat jetzt eine Stiefschwester, die nur 1 Jahr älter ist als er. Marco fühlt sich wohl, aber am meisten ist er froh, das er von Hermann weg ist.
Eines Nachmittags liegt er auf seinem Bett und hört Musik. Natascha (seine Stiefschwester) kommt rein. Sie hat nur ein Handtuch umgewickelt. Sie setzt sich neben Marco aufs Bett. Sie nimmt das Handtuch weg. Marco weiß nicht, wie er reagieren soll. Natascha küsst Marco und sie fasst ihn an, genauso wie Hermann es immer getan hat. Aber irgendwas ist diesmal anders. Marco hat keine Angst, es ekelt ihn nicht und es tut auch nicht weh................................................................................
plötzlich steht die Adoptivmutter in der Tür. Es gibt riesengeschrei, Natascha wird in ihr Zimmer geschleppt und Marco kriegt zum ersten Mal von der Adoptivmutter eine schallende Ohrfeige. Kaum 3 Stunden später steht jemand vom Jungendamt unten und bringt Marco zurück ins Heim.
Am nächsten Tag ruft Natascha ihn an. Sie weint und sagt, das es ihr leid tut. Sie bittet Marco die Schuld auf sich zu nehmen, und Marco tut es. Er gesteht vor dem Jugendrichter, seine Stiefschwester vergewaltigt zu haben. War es nicht eigentlich andersum? Hat nicht sie ihn...? Egal, Marco ist es gewöhnt zu lügen und zu tun, was andere von ihm verlangen. Im geschlossenen Heim wird es auch nicht schlimmer werden, da gibt es wenigstens keinen Hermann.

An seinem 18. Geburtstag muß Marco das Heim verlassen und ist nun "frei". Er hat über das Jugendamt eine kleines Zimmer direkt am Bahnhof bekommen. Es ist ein cooles Gefühl, seine eigene kleine Bude zu haben. Man kann tun und lassen was man will. Für Marco ist das Leben eine einzige Party. Sein Lehrmeister findet das weniger komisch und schon bald steht Marco ohne Job und ohne Geld da. Er pumpt seinen Zimmernachbarn an. Der gibt ihm einmal 50 Mark. Als Marco es nicht zurückzahlen kann, sagt er ihm, er könne das Geld auch für ihm "abarbeiten". Marco ist einverstanden (wie kann man mit 18 noch so dumm und naiv sein???). Der Typ sagt, er soll rüber zum Bahnhof gehen. Er soll sich einfach zu den anderen Jungs stellen, den Rest würde er dann schon sehen. Gesagt - getan. Es dauert nicht lange und ein Typ nimmt Marco mit..... Als Marco ca. 1 Stunde später wieder am Bahnhof aus dem Auto geschmissen wird ist er mehr tot wie lebendig. Er hat Schmerzen, wird immer wieder bewußtlos und kommt schließlich in seinem Bett wieder zu sich. Der Nachbar steht in der Tür und sagt, das er sich die 50 Mark plus Zinsen gleich eingesteckt hat. Dann sagt er noch, er hätte ihm eine "Beruhigungsspritze" geben müssen, weil er so fertig gewesen wäre. Marco sieht die Einstichstelle in seinem Arm. Seit diesem Tag hat Marco gleich 2 Jobs: Junkie und Stricher....

Marco ist jetzt der Typ der im Heim aufgewachsen ist, der mit 13 seine Stiefschwester vergewaltigt hat, der Heroinsüchtig ist und auf den Strich geht. Aber warum das alles so ist und ob das alles seine Schuld war, das interessiert keinen. Er hat seinen Stempel bekommen und kann nun sehen, wie er damit klarkommt!

für Andere ist Marco:
~durchgeknallt
~meistens gut drauf
~der Typ der schon als Kind ein Teufel war
~der Typ der seine Adoptivschwester gev*gelt hat
~der Typ der alles an Drogen einwirft, was er kriegen kann
~der Typ der sich von andern Kerlen p*ppen lässt um Kohle für Drogen zu haben (oder machts ihm vielleicht sogar noch Spaß?)
~der Typ der sich selbst verstümmelt weil er´s cool findet
~der Typ der keine Nacht nach der Disco allein nach Hause geht

Tja, und davon entsprechen ungefahr 0,5 % der Wahrheit

Meine sogenannten Freunde sehen nur das, was sie sehen wollen. Keiner blickt hinter die Fassade. Keiner von denen weiß, wie man sich fühlt, wenn man jeden Morgen in nem anderen dreckigen Hotelzimmer wach wird. Keiner von denen kennt den Ekel, keiner von denen weiß, wie man sich fühlt, wenn man so tun muß als würde es auch noch Spaß machen.... Keiner von denen kennt die Schmerzen..........

Marco ist mittlerweile 20 und macht seinen "Job" ziemlich gut. Er ist beliebt und nur selten an seinem "Standplatz". Meistens ist er unterwegs mit seinen "Kunden". Sein Arbeitsplatz sind schmuddelige Hotels, kleine Appartments und die Rückbänke von Autos.... Marco verdient gutes Geld, Geld von dem er Drogen und Alkohol kauft um den Ekel und den Schmerz wenigstens für ein paar Stunden vergessen zu können. "Essen" ist längst ein Fremdwort geworden. Wenn der Drogenrausch nachlässt, verletzt er sich, er will bluten, will den Schmerz spüren. Der Schmerz ist angenehm, er ist viel schöner als der Schmerz den er spürt, wenn er v*rg*w*lt*gt wird. Nein, Stopp! V*rg*w*lt*g*en ist das falsche Wort, denn er tut es ja freiwillig. Und wenn es freiwillig ist, ist es keine V*rg*w*lt*g*ng, richtig?
Immer öfter kommt in letzter Zeit ein Fr***r namens St. Er ist jung, ungefähr in Marcos Alter. Er ist anders als die andern. Er tut Marco nicht weh und es geht im nicht nur um S*x. Er redet auch mit Marco, manchmal bezahlt er ihn sogar nur fürs reden und lädt ihn danach sogar noch zum Essen ein. Bald kommt St. täglich zum Bahnhof. Er nimmt Marco mit zu sich nach Hause, läßt ihn irgendwann sogar bei sich wohnen. Als "Gegenleistung" verlangt er nichts....sagt er wenigstens.
~Pause~ sorry....
 




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